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Dread Disease: Wann sich eine Schwere-Krankheiten-Police lohnt

Jan P. Pommerening
6. Okt.
5 Min. Lesezeit


Medizinische Diagnostik mit Ultraschallgerät und Monitor in einer Arztpraxis

Eine Dread-Disease-Versicherung, auch Schwere-Krankheiten-Versicherung genannt, zahlt eine zuvor vereinbarte einmalige Summe, sobald eine im Vertrag festgelegte schwere Erkrankung wie Krebs, Herzinfarkt oder Schlaganfall diagnostiziert wird. Anders als die Berufsunfähigkeitsversicherung kommt es dabei nicht darauf an, ob Sie weiter arbeiten können, sondern allein auf die Diagnose. Sinnvoll kann der Schutz vor allem dann sein, wenn eine klassische Berufsunfähigkeitsversicherung nicht zu bekommen oder zu teuer ist oder wenn eine flexible Einmalzahlung gewünscht wird. Als unabhängiger und vertrauenswürdiger Ansprechpartner aus Bad Kreuznach ordnet die ProClient FINANZ GmbH ein, ob diese Police zu Ihrer Situation passt.



Eine schwere Erkrankung verändert oft nicht nur die Gesundheit, sondern auch die finanzielle Lage. Behandlungen, Umbauten, eine Reduzierung der Arbeitszeit oder zusätzliche Hilfe im Alltag kosten Geld, während das Einkommen zugleich sinken kann. Die Dread-Disease-Versicherung setzt genau hier an und stellt im Ernstfall schnell Kapital bereit. Für Privatpersonen in Bad Kreuznach und der Region Nahe stellt sich die Frage, wann sich eine solche Police lohnt und wie sie sich von der Berufsunfähigkeitsversicherung unterscheidet. Dieser Beitrag erklärt den Schutz ergebnisoffen und zeigt die typischen Anwendungsfälle.



Was ist eine Dread-Disease-Versicherung?


Die Dread-Disease-Versicherung ist eine Form der Existenzabsicherung, die an die Diagnose bestimmter schwerer Krankheiten anknüpft. Im Vertrag wird eine Liste von Erkrankungen festgelegt, bei deren Eintritt die Versicherung leistet. Dazu gehören je nach Anbieter typischerweise Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall, schwere Nieren- oder Organerkrankungen, Multiple Sklerose und weitere definierte Diagnosen. Wird eine dieser Krankheiten festgestellt und erfüllt sie die im Vertrag beschriebenen Kriterien, zahlt der Versicherer die vereinbarte Summe als einmaligen Betrag aus.

Das Geld steht anschließend frei zur Verfügung. Es kann für Behandlungskosten, für den Umbau der Wohnung, für eine Auszeit vom Beruf, für die Tilgung von Krediten oder für den Ausgleich von Einkommensverlusten verwendet werden. Der Versicherer macht keine Vorgaben zur Verwendung. Dieser Charakter als flexible Einmalzahlung ist das wesentliche Merkmal der Dread-Disease-Versicherung und unterscheidet sie deutlich von anderen Formen der Absicherung.



Wie unterscheidet sie sich von der Berufsunfähigkeitsversicherung?


Die Berufsunfähigkeitsversicherung und die Dread-Disease-Versicherung verfolgen unterschiedliche Grundgedanken. Die Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt eine monatliche Rente, wenn Sie Ihren zuletzt ausgeübten Beruf aus gesundheitlichen Gründen dauerhaft nicht mehr in nennenswertem Umfang ausüben können. Maßgeblich ist also der Verlust der Arbeitskraft, unabhängig davon, welche Krankheit dahintersteht. Sie leistet auch bei psychischen Erkrankungen, die heute einen großen Teil der Fälle ausmachen.

Die Dread-Disease-Versicherung dagegen zahlt eine einmalige Summe allein aufgrund der Diagnose einer der versicherten Krankheiten, ganz gleich, ob Sie weiterarbeiten können oder nicht. Wer nach einem Herzinfarkt wieder vollständig in den Beruf zurückkehrt, erhält die vereinbarte Summe trotzdem. Umgekehrt leistet sie nicht, wenn die Arbeitskraft durch eine Erkrankung verloren geht, die nicht auf der vereinbarten Liste steht. Die Berufsunfähigkeitsversicherung gilt in der Fachwelt als die umfassendere Absicherung der Arbeitskraft, während die Dread-Disease-Versicherung eine ergänzende oder ersatzweise Lösung mit anderem Leistungsauslöser ist.



Typische Anwendungsfälle: Für wen kann sie sinnvoll sein?


Weil die Dread-Disease-Versicherung an die Diagnose und nicht an die Arbeitsfähigkeit anknüpft, eignet sie sich für bestimmte Situationen besonders. Zu den typischen Anwendungsfällen gehören:

  • Keine Berufsunfähigkeitsversicherung erhältlich: Wer wegen Vorerkrankungen keine BU bekommt oder nur mit hohen Zuschlägen, findet hier unter Umständen eine erreichbare Alternative.

  • Körperlich riskante Berufe: In Berufen, in denen die BU sehr teuer ist, kann die Dread-Disease-Police eine günstigere Teilabsicherung sein.

  • Ergänzung zur BU: Zusätzlich zur monatlichen BU-Rente verschafft die Einmalzahlung im Krankheitsfall finanziellen Spielraum für einmalige Ausgaben.

  • Absicherung von Verbindlichkeiten: Wer einen Kredit oder eine Immobilienfinanzierung bedient, kann die Summe gezielt zur Entlastung einsetzen.

  • Wunsch nach frei verwendbarem Kapital: Manche bevorzugen eine flexible Summe gegenüber einer zweckgebundenen Rente.

Für die meisten Arbeitnehmer bleibt die Berufsunfähigkeitsversicherung die erste Wahl, weil sie den Verlust der Arbeitskraft umfassender absichert. Die Dread-Disease-Versicherung kommt vor allem dann in Betracht, wenn dieser Weg verschlossen ist oder bewusst eine Ergänzung gewünscht wird.



Worauf es beim Leistungsumfang ankommt


Da die Leistung an die Liste der versicherten Krankheiten gebunden ist, entscheidet diese Liste maßgeblich über den Wert des Schutzes. Zu prüfen ist, welche Erkrankungen genau eingeschlossen sind und wie eng oder weit die medizinischen Definitionen gefasst werden. Zwei Tarife, die beide Krebs abdecken, können im Detail sehr unterschiedlich regeln, ab welchem Stadium oder welcher Schwere die Leistung fällig wird. Auch die Frage, ob leichtere Formen oder Frühstadien bereits eine Teilzahlung auslösen, unterscheidet sich von Anbieter zu Anbieter.

Weitere wichtige Punkte sind etwaige Wartezeiten nach Vertragsbeginn, Überlebensfristen nach der Diagnose, mit denen sichergestellt wird, dass die Leistung dem Versicherten selbst zugutekommt, sowie die Gesundheitsfragen bei Antragstellung. Diese müssen wahrheitsgemäß und vollständig beantwortet werden, da sonst der Versicherungsschutz gefährdet ist. Der Beitrag sollte nicht isoliert betrachtet werden, sondern immer im Verhältnis zum tatsächlich versicherten Leistungsumfang.




Typische Fehler und Irrtümer


Der häufigste Irrtum ist die Annahme, die Dread-Disease-Versicherung sei ein vollwertiger Ersatz für die Berufsunfähigkeitsversicherung. Das ist sie nicht, weil sie nur bei den vereinbarten Diagnosen leistet und viele Ursachen von Berufsunfähigkeit, insbesondere psychische Erkrankungen, nicht abdeckt. Ein zweiter Fehler besteht darin, allein auf den Beitrag zu achten und die Krankheitsliste nicht zu vergleichen. Gerade hier liegen die entscheidenden Unterschiede zwischen den Tarifen.

Ein dritter Punkt betrifft die Gesundheitsfragen: Wer Vorerkrankungen verschweigt, riskiert im Leistungsfall den Schutz. Schließlich unterschätzen viele, dass die Versicherung nur einmalig leistet und der Vertrag je nach Bedingung danach endet oder sich reduziert. Die Dread-Disease-Versicherung ersetzt also kein laufendes Einkommen über viele Jahre, sondern verschafft einen einmaligen finanziellen Puffer.



Was bedeutet das konkret für Privatpersonen in Bad Kreuznach?


Für Privatpersonen in Bad Kreuznach und der Region Nahe lautet die Empfehlung, zuerst zu prüfen, ob eine Berufsunfähigkeitsversicherung erreichbar ist, denn diese sichert die Arbeitskraft in der Regel am umfassendsten ab. Ist das aus gesundheitlichen oder beruflichen Gründen nicht der Fall, kann die Dread-Disease-Versicherung eine sinnvolle Alternative sein. Ebenso kann sie als bewusste Ergänzung dienen, wenn zusätzlich zur Rente frei verfügbares Kapital gewünscht wird. Bei der Einordnung unterstützen die Verbraucherzentrale, unabhängige Vergleichsportale sowie Vermittler wie die ProClient FINANZ GmbH aus Bad Kreuznach.

Eine verständliche Übersicht und eine Einordnung für Ihre persönliche Situation finden Sie auf unserer Seite zur Schwere-Krankheiten-Versicherung. So können Sie in Ruhe abwägen, ob dieser Baustein für Sie eine passende Lösung ist oder ob eine andere Form der Absicherung besser zu Ihren Zielen passt.



Fazit


Die Dread-Disease-Versicherung zahlt eine einmalige Summe bei der Diagnose einer vereinbarten schweren Krankheit, unabhängig davon, ob die Arbeitskraft erhalten bleibt. Sie ist damit kein Ersatz für die umfassendere Berufsunfähigkeitsversicherung, sondern eine Alternative oder Ergänzung mit anderem Leistungsauslöser. Sinnvoll ist sie vor allem dann, wenn eine Berufsunfähigkeitsversicherung nicht erreichbar oder zu teuer ist oder wenn frei verwendbares Kapital im Krankheitsfall gewünscht wird. Entscheidend für den Wert des Schutzes sind die Liste der versicherten Krankheiten und die genauen Bedingungen, weshalb sich ein sorgfältiger Vergleich lohnt.

Wenn Sie unsicher sind, ob eine Schwere-Krankheiten-Versicherung oder eine andere Absicherung besser zu Ihnen passt, lassen Sie Ihre Situation in einem unverbindlichen Erstgespräch professionell einordnen.



Autor: Jan P. Pommerening, B.Sc. Wi, § 34d Versicherungsvermittler, Versicherungsberater


Geprüft von: Jörg Pommerening,

§ 34c Immobilienmakler, Darlehensvermittler,

§ 34d Versicherungsvermittler, Versicherungsberater,

§ 34i Immobiliardarlehensvermittler

Vermittler nach § 3 Abs. 2 WpIG der BfV Bank für Vermögen AG



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