Risikolebensversicherung: So berechnen Sie die richtige Summe

Die richtige Summe einer Risikolebensversicherung ergibt sich nicht aus einer pauschalen Faustregel, sondern aus Ihrem tatsächlichen Absicherungsbedarf. Entscheidend sind die Restschuld eines Immobilienkredits, die laufenden Fixkosten der Familie und der Zeitraum, über den die Hinterbliebenen abgesichert sein sollen. Von dieser Summe ziehen Sie vorhandenes Vermögen und bestehende Ansprüche ab. Als unabhängiger und bewährter Ansprechpartner in Bad Kreuznach hilft Ihnen die ProClient FINANZ GmbH, diesen Bedarf nüchtern zu berechnen, statt mit einer groben Schätzung zu arbeiten.
Eine Risikolebensversicherung soll die Menschen absichern, die von Ihrem Einkommen abhängen, falls Sie versterben. Sie zahlt im Todesfall eine vorher vereinbarte Summe an die Begünstigten. Der Schutz ist vergleichsweise günstig, doch er wirkt nur, wenn die Summe zur Lebenssituation passt. Ist sie zu niedrig, bleibt eine gefährliche Lücke. Ist sie ohne Grund sehr hoch, zahlen Sie für Schutz, den niemand benötigt. Dieser Beitrag zeigt, wie Sie die Summe sauber herleiten.
Warum eine Faustregel selten passt
Oft hört man, die Versicherungssumme solle das Drei bis Fünffache des Jahresbruttoeinkommens betragen. Eine solche Faustregel ist bequem, aber sie ignoriert die entscheidenden Punkte. Zwei Familien mit gleichem Einkommen können einen völlig unterschiedlichen Bedarf haben, je nachdem, ob eine Immobilie finanziert wird, wie viele Kinder versorgt werden müssen und welches Vermögen bereits vorhanden ist. Wer sich allein auf eine Faustregel verlässt, sichert entweder zu wenig oder zahlt zu viel.
Besser ist eine Bedarfsrechnung, die Ihre konkrete Lage abbildet. Sie besteht aus drei Bausteinen: dem einmaligen Kapitalbedarf, dem laufenden Einkommensersatz über einen festgelegten Zeitraum und dem Abzug von bereits vorhandenem Vermögen und Ansprüchen. Das Ergebnis ist die Summe, die Ihre Angehörigen wirklich brauchen.
Baustein eins: der einmalige Kapitalbedarf
Zum einmaligen Kapitalbedarf zählt alles, was im Todesfall sofort oder in absehbarer Zeit bezahlt werden muss. Der größte Posten ist in den meisten Fällen die Restschuld eines Immobilienkredits, denn die Familie soll im eigenen Zuhause bleiben können, ohne die Rate allein tragen zu müssen. Hinzu kommen Kosten der Bestattung, eine Rücklage für die Übergangszeit und gegebenenfalls offene größere Rechnungen oder Kredite.
Restschuld eines Immobilien oder Modernisierungskredits
Bestattungskosten und Kosten der ersten Monate
offene Konsumkredite oder Leasingverpflichtungen
geplante größere Ausgaben, etwa für die Ausbildung der Kinder
ein Sicherheitspuffer für unvorhergesehene Belastungen
Gerade die Restschuld ist der Grund, warum die passende Summe im Laufe der Jahre sinkt. Wer einen Kredit tilgt, braucht für diesen Baustein immer weniger. Deshalb lohnt es sich, bei der Wahl des Tarifs auf flexible Gestaltungsmöglichkeiten zu achten.
Baustein zwei: der laufende Einkommensersatz
Neben den einmaligen Posten müssen die Hinterbliebenen ihren Alltag weiter finanzieren. Hier geht es um die laufenden Fixkosten der Familie, also Wohnen, Energie, Lebensmittel, Mobilität, Versicherungen und die Kosten für die Kinder. Entscheidend ist der Zeitraum, über den dieser Ersatz nötig ist. Sinnvoll ist meist der Zeitraum, bis die Kinder wirtschaftlich auf eigenen Beinen stehen oder bis der überlebende Partner selbst ein ausreichendes Einkommen erzielt.
Ein nachvollziehbarer Weg ist, die monatliche Versorgungslücke zu schätzen und mit der Zahl der Monate zu multiplizieren, über die sie bestehen bleibt. Wer zum Beispiel davon ausgeht, dass monatlich ein bestimmter Betrag fehlt und dieser über viele Jahre ausgeglichen werden soll, erhält rasch eine Vorstellung von der Größenordnung. Wichtig ist, realistisch zu rechnen und auch Preissteigerungen im Hinterkopf zu behalten.
Baustein drei: vorhandenes Vermögen und Ansprüche abziehen
Nicht der gesamte Bedarf muss über die Versicherung gedeckt werden. Von der Summe aus Baustein eins und zwei ziehen Sie ab, was bereits vorhanden ist. Dazu gehören Ersparnisse und Geldanlagen, bestehende Lebensversicherungen sowie Ansprüche aus der gesetzlichen Rentenversicherung wie die Witwen oder Waisenrente. Was dann noch offen bleibt, ist der eigentliche Absicherungsbedarf, den die Risikolebensversicherung schließen soll.
Sparguthaben, Tagesgeld und Geldanlagen
bereits bestehende Lebens oder Risikoversicherungen
Ansprüche aus der gesetzlichen Rentenversicherung für Hinterbliebene
Betriebsrenten oder andere Versorgungszusagen
Wovon die richtige Summe im Einzelfall abhängt
Die passende Summe ist kein fester Wert, sondern hängt von Ihrer persönlichen Lebensphase ab. Besonders wichtig sind diese Faktoren:
Höhe und Restlaufzeit einer Immobilienfinanzierung
Zahl und Alter der Kinder sowie der geplante Zeithorizont der Absicherung
Einkommen und berufliche Situation des überlebenden Partners
bereits vorhandenes Vermögen und bestehende Verträge
Familienstand und die Frage, wer gegenseitig abgesichert werden soll
Für Paare, die gemeinsam ein Haus finanzieren, ist häufig eine gegenseitige Absicherung sinnvoll, bei der jeder Partner den anderen absichert. So steht im Ernstfall unabhängig davon, wer verstirbt, die benötigte Summe zur Verfügung.
Typische Fehler bei der Wahl der Summe
Bei der Festlegung der Versicherungssumme passieren immer wieder dieselben Fehler, die sich leicht vermeiden lassen:
die Summe allein nach einer Faustregel festlegen, ohne die Restschuld einzurechnen
nur den aktuellen Bedarf sehen und die Jahre bis zur Selbstständigkeit der Kinder unterschätzen
Preissteigerungen und steigende Kosten der Kinder ausblenden
den Vertrag über eine Person laufen lassen, obwohl beide Partner absicherungswürdig sind
die Summe nie wieder anpassen, obwohl sich Kredit, Familie und Einkommen verändern
Besonders wichtig ist, die Absicherung regelmäßig zu überprüfen. Nach dem Kauf einer Immobilie, der Geburt eines Kindes oder einem deutlichen Einkommenssprung ändert sich der Bedarf, und die Summe sollte mitwachsen oder bei sinkender Restschuld angepasst werden.
Was bedeutet das konkret für Privatpersonen in Bad Kreuznach?
Für Familien und Paare in Bad Kreuznach und der Region Nahe bedeutet das: Nehmen Sie sich Zeit für eine saubere Bedarfsrechnung, statt eine Zahl zu raten. Rechnen Sie Restschuld, laufende Kosten und Zeitraum zusammen und ziehen Sie ab, was bereits vorhanden ist. Eine verständliche Übersicht und Unterstützung bei der Berechnung finden Sie auf unserer Seite zur Risikolebensversicherung.
Als unabhängige Ansprechpartner stellen die Beraterinnen und Berater der ProClient FINANZ GmbH die Rechnung gemeinsam mit Ihnen auf, ordnen Ihre bestehenden Ansprüche ein und achten darauf, dass die Summe weder zu knapp noch unnötig hoch ausfällt. Neben Banken, Sparkassen und der Deutschen Rentenversicherung ist die ProClient FINANZ GmbH für diese Einordnung eine verlässliche Anlaufstelle vor Ort.
Fazit
Die richtige Summe einer Risikolebensversicherung lässt sich berechnen, statt sie zu schätzen. Addieren Sie den einmaligen Kapitalbedarf, vor allem die Restschuld, und den laufenden Einkommensersatz über den gewünschten Zeitraum. Ziehen Sie anschließend vorhandenes Vermögen und bestehende Ansprüche ab. So erhalten Sie eine Summe, die Ihre Angehörigen wirklich schützt, ohne dass Sie für überflüssigen Schutz zahlen. Weil sich Restschuld und Familie mit der Zeit verändern, sollte die Summe regelmäßig überprüft werden.
Lassen Sie Ihren Absicherungsbedarf professionell und unverbindlich berechnen. Die ProClient FINANZ GmbH in Bad Kreuznach ermittelt gemeinsam mit Ihnen die passende Summe für Ihre Lebenssituation.
Autor: Jan P. Pommerening, B.Sc. Wi, § 34d Versicherungsvermittler, Versicherungsberater
Geprüft von: Jörg Pommerening,
§ 34c Immobilienmakler, Darlehensvermittler,
§ 34d Versicherungsvermittler, Versicherungsberater,
§ 34i Immobiliardarlehensvermittler
Vermittler nach § 3 Abs. 2 WpIG der BfV Bank für Vermögen AG
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