Checkliste Wohngebäudeversicherung: Was sollte ich vor dem Abschluss klären?

Diese Checkliste unterstützt Sie dabei, vor dem Abschluss einer Wohngebäudeversicherung die wichtigsten Punkte zu klären. Dazu gehören die genauen Gebäudedaten, die Einschätzung der Lage und möglicher Risiken sowie die Frage, welche Gefahren der Vertrag abdecken soll. Besonders wichtig sind eine korrekt ermittelte Versicherungssumme mit Unterversicherungsverzicht und der Einschluss von Elementarschäden. Als unabhängiger Ansprechpartner in Bad Kreuznach hilft die ProClient FINANZ GmbH dabei, den Schutz an das jeweilige Gebäude anzupassen.
Die Checkliste richtet sich an Eigentümerinnen und Eigentümer, die eine Wohngebäudeversicherung abschließen oder einen bestehenden Vertrag überprüfen möchten. Sie zeigt, welche Daten und Unterlagen benötigt werden, welche inhaltlichen Punkte zu prüfen sind und welche Warnsignale auf Lücken im Schutz hindeuten.
Die Checkliste auf einen Blick
Die folgenden Punkte sollten vor dem Abschluss geklärt sein.
Die genauen Gebäudedaten wie Baujahr, Wohnfläche und Bauart zusammentragen.
Die Lage und mögliche Naturgefahren einschätzen.
Die Versicherungssumme korrekt ermitteln, meist über den gleitenden Neuwert.
Den Unterversicherungsverzicht sicherstellen.
Den Einschluss von Elementarschäden prüfen.
Besondere Bauteile wie eine Photovoltaikanlage berücksichtigen.
Angebote mehrerer Anbieter sachlich vergleichen.
Vorbereitung: Gebäude und Situation klären
Gebäudedaten zusammentragen
Für die richtige Einstufung sind Baujahr, Wohnfläche, Anzahl der Geschosse, Bauart und Ausstattung entscheidend. Diese Angaben finden sich in den Bauunterlagen oder im Kaufvertrag. Je genauer die Daten, desto passgenauer der Schutz und der Beitrag.
Lage und Risiken einschätzen
Die Lage des Gebäudes beeinflusst das Risiko erheblich. Prüfen Sie, ob das Grundstück in einem Gebiet mit erhöhtem Hochwasser- oder Starkregenrisiko liegt. Gerade in der Region Nahe haben die vergangenen Jahre gezeigt, dass auch bislang unauffällige Lagen betroffen sein können.
Bestehenden Vertrag prüfen
Wer bereits versichert ist, sollte den bestehenden Vertrag prüfen, bevor ein neuer abgeschlossen wird. Veraltete Verträge decken oft keine Elementarschäden ab oder beruhen auf nicht mehr aktuellen Gebäudedaten.
Angaben und Unterlagen zum Gebäude
Für den Abschluss werden folgende Angaben und Unterlagen benötigt.
Baujahr und gegebenenfalls Jahr umfassender Modernisierungen.
Wohnfläche und Anzahl der Wohneinheiten.
Bauart von Wänden und Dach sowie Art der Nutzung.
Angaben zu Nebengebäuden wie Garage oder Carport.
Vorhandensein einer Photovoltaikanlage oder anderer besonderer Technik.
Informationen zu früheren Schäden am Gebäude.
Inhaltliche Prüfpunkte zum Versicherungsschutz
Beim Versicherungsschutz selbst sollten diese Punkte geprüft werden.
Abdeckung der Grundgefahren Feuer, Leitungswasser sowie Sturm und Hagel.
Einschluss von Elementarschäden wie Überschwemmung, Starkregen und Rückstau.
Versicherungssumme auf Basis des gleitenden Neuwerts mit Unterversicherungsverzicht.
Mitversicherung von Photovoltaikanlagen und weiteren Anbauten.
Regelungen zu grober Fahrlässigkeit und zu unbewohnten Zeiten.
Höhe einer möglichen Selbstbeteiligung.
Typische Warnsignale und Fehlerquellen
Diese Punkte führen immer wieder zu Lücken und sollten vermieden werden.
Elementarschäden nicht einschließen und bei Starkregen ohne Schutz dastehen.
Eine veraltete Versicherungssumme ohne Unterversicherungsverzicht beibehalten.
Modernisierungen oder Anbauten nicht melden und dadurch eine Unterversicherung erzeugen.
Nur auf den Beitrag achten und wichtige Bausteine übersehen.
Eine Photovoltaikanlage ohne gesonderten Einschluss als automatisch versichert ansehen.
Nächste Schritte nach der Checkliste
Ist die Vorbereitung abgeschlossen, folgen die nächsten Schritte.
Mehrere Angebote auf Grundlage derselben Gebäudedaten einholen.
Die Bedingungen und nicht nur den Beitrag vergleichen.
Den Einschluss von Elementarschäden gezielt anfragen.
Die Versicherungssumme und den Unterversicherungsverzicht bestätigen lassen.
Eine unabhängige Einordnung nutzen, bevor der Vertrag unterschrieben wird.
Fazit
Eine Wohngebäudeversicherung schützt einen der größten Vermögenswerte überhaupt, weshalb die Vorbereitung sorgfältig sein sollte. Entscheidend sind korrekte Gebäudedaten, eine passende Versicherungssumme mit Unterversicherungsverzicht und der Einschluss von Elementarschäden. Gerade in der Region Nahe ist der Schutz vor Starkregen und Überschwemmung ein wichtiger Punkt. Wer diese Checkliste vor dem Abschluss abarbeitet, vermeidet die häufigsten Lücken im Schutz.
Sie möchten Ihre Wohngebäudeversicherung richtig aufstellen oder einen bestehenden Vertrag prüfen? Lassen Sie Ihre Situation unverbindlich und neutral einordnen.
Autor: Jan P. Pommerening, B.Sc. Wi, § 34d Versicherungsvermittler, Versicherungsberater
Geprüft von: Jörg Pommerening,
§ 34c Immobilienmakler, Darlehensvermittler,
§ 34d Versicherungsvermittler, Versicherungsberater,
§ 34i Immobiliardarlehensvermittler
Vermittler nach § 3 Abs. 2 WpIG der BfV Bank für Vermögen AG
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