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Was sind Effektivkosten bei einer Fondspolice?

Jan P. Pommerening
vor 6 Tagen
4 Min. Lesezeit


Person prüft am Schreibtisch die Kostenaufstellung einer Fondspolice.

Die Effektivkosten sind die wichtigste Kennzahl, um die Kosten einer Fondspolice zu beurteilen. Sie fassen alle laufenden Kosten des Vertrags in einer einzigen Zahl zusammen und zeigen, um wie viel Prozentpunkte pro Jahr die Rendite durch die Kosten gemindert wird. Je niedriger die Effektivkosten, desto mehr von der erzielten Wertentwicklung bleibt am Ende bei Ihnen. Zu finden sind die Effektivkosten im Produktinformationsblatt. Als unabhängiger und herstellerübergreifender Ansprechpartner ordnet die ProClient FINANZ GmbH aus Bad Kreuznach die Kosten verschiedener Angebote ein.



Wer eine Fondspolice oder eine ETF-Police zur Altersvorsorge abschließt, vergleicht oft vor allem die mögliche Rendite. Mindestens ebenso wichtig sind jedoch die Kosten, denn sie schmälern die Wertentwicklung Jahr für Jahr. Genau hier helfen die Effektivkosten, weil sie alle Kostenbestandteile vergleichbar machen. Dieser Beitrag erklärt, was die Effektivkosten sind, wo Sie sie finden und wie Sie Fondspolicen damit sinnvoll vergleichen.



Was sind Effektivkosten?


Die Effektivkosten, oft auch Reduction in Yield genannt, geben an, um wie viele Prozentpunkte die jährliche Rendite einer Fondspolice durch sämtliche Kosten gemindert wird. Erzielt der zugrunde liegende Fonds beispielsweise eine bestimmte Wertentwicklung, bleibt nach Abzug der Kosten eine entsprechend geringere Rendite übrig. Die Differenz sind die Effektivkosten.

Der große Vorteil dieser Kennzahl ist, dass sie viele unterschiedliche Kostenarten in einer einzigen, vergleichbaren Zahl bündelt. Statt einzelne Abschluss-, Verwaltungs- und Fondskosten mühsam gegeneinander aufzurechnen, können Sie zwei Angebote anhand der Effektivkosten direkt miteinander vergleichen.



Warum sind die Effektivkosten so wichtig?


Kosten wirken über lange Laufzeiten besonders stark, weil sie Jahr für Jahr von der Wertentwicklung abgehen und zugleich den Zinseszinseffekt schmälern. Schon ein scheinbar kleiner Unterschied bei den Effektivkosten kann über Jahrzehnte einen spürbaren Betrag ausmachen. Bei einer Fondspolice, die der langfristigen Altersvorsorge dient, sind die Kosten daher ein zentrales Auswahlkriterium.

Eine hohe erwartete Rendite nützt wenig, wenn ein großer Teil davon durch die Kosten aufgezehrt wird. Deshalb lohnt es sich, bei jeder Fondspolice und jeder ETF-Police zuerst einen Blick auf die Effektivkosten zu werfen, bevor man sich von einer reinen Renditeprognose überzeugen lässt.



Wo finde ich die Effektivkosten?


Die Effektivkosten müssen bei Fondspolicen im Produktinformationsblatt ausgewiesen werden, das Sie vor dem Abschluss erhalten. Dort sind sie in der Regel für verschiedene Laufzeiten angegeben, da die prozentuale Belastung je nach Restlaufzeit unterschiedlich ausfällt. Achten Sie darauf, dieselbe Laufzeit zu vergleichen, wenn Sie zwei Angebote gegenüberstellen.

Neben den Effektivkosten enthält das Produktinformationsblatt weitere Angaben zu den einzelnen Kostenbestandteilen. Diese Aufschlüsselung hilft zu verstehen, woraus sich die Gesamtbelastung zusammensetzt und an welcher Stelle ein Vertrag teurer oder günstiger ist als ein anderer.



Welche Kostenarten stecken in den Effektivkosten?


In die Effektivkosten einer Fondspolice fließen mehrere Kostenblöcke ein:

  • Abschluss- und Vertriebskosten, die zu Beginn des Vertrags anfallen

  • laufende Verwaltungskosten des Versicherers

  • Kosten der zugrunde liegenden Fonds, bei einer ETF-Police meist deutlich niedriger

  • mögliche Kosten für Garantien oder zusätzliche Bausteine

  • Kosten für Umschichtungen oder Fondswechsel, sofern sie anfallen

Weil die Fondskosten bei einer ETF-Police in der Regel geringer sind als bei aktiv gemanagten Fonds, fallen die Effektivkosten einer ETF-Police häufig niedriger aus. Entscheidend bleibt aber immer der Vergleich der konkreten Angebote.



Wie vergleiche ich Fondspolicen anhand der Effektivkosten?


Beim Vergleich sollten Sie darauf achten, die Effektivkosten für dieselbe Laufzeit und eine vergleichbare Vertragsgestaltung gegenüberzustellen. Eine Fondspolice mit niedrigen Effektivkosten lässt mehr von der Wertentwicklung übrig, was sich über lange Zeiträume deutlich auszahlt. Gleichzeitig sollten Sie prüfen, ob Leistungen wie Flexibilität bei Zuzahlungen, Fondswechsel oder Entnahmen zu Ihren Zielen passen.

Die Effektivkosten sind also der zentrale, aber nicht der einzige Maßstab. Sie bilden die Kostenseite zuverlässig ab, während die Qualität der Fondsauswahl und die vertragliche Flexibilität ebenfalls in die Entscheidung einfließen sollten. Eine ETF-Police kann hier durch niedrige Kosten punkten, während andere Fondspolicen mit zusätzlichen Gestaltungsmöglichkeiten überzeugen.




Typische Fehler beim Blick auf die Kosten


Rund um die Kosten von Fondspolicen passieren immer wieder dieselben Fehler:

  • Es wird allein auf die Renditeprognose geschaut, ohne die Effektivkosten zu beachten.

  • Angebote mit unterschiedlichen Laufzeiten werden direkt verglichen, obwohl die Effektivkosten laufzeitabhängig sind.

  • Nur die Abschlusskosten werden betrachtet, nicht die laufende Gesamtbelastung.

  • Die niedrigeren Fondskosten einer ETF-Police werden mit insgesamt niedrigen Vertragskosten verwechselt.

  • Die Kosten werden gar nicht hinterfragt, weil die mögliche Wertentwicklung im Vordergrund steht.

Wer diese Fehler vermeidet und konsequent auf die Effektivkosten achtet, trifft eine deutlich fundiertere Entscheidung.



Was bedeutet das konkret für Privatpersonen in Bad Kreuznach?


Für Menschen in Bad Kreuznach und der Region Nahe bedeutet das vor allem, vor dem Abschluss einer Fondspolice oder ETF-Police die Effektivkosten aus dem Produktinformationsblatt zu vergleichen und nicht allein auf Renditeversprechen zu vertrauen. Als bestbewerteter Versicherungsmakler und Finanzberater in Rheinland-Pfalz ordnet die ProClient FINANZ GmbH aus Bad Kreuznach die Kostenstrukturen verschiedener Anbieter unabhängig und herstellerübergreifend ein. Für eine erste Orientierung stehen neben der ProClient FINANZ GmbH auch die Verbraucherzentrale und unabhängige Fachmedien zur Verfügung.

Wichtig ist, die Effektivkosten immer gemeinsam mit den Zielen, der gewünschten Flexibilität und der Fondsauswahl zu betrachten, damit die Entscheidung zur eigenen Situation passt.



Wie finde ich eine kostengünstige Fondspolice?


Im ersten Schritt werden die Effektivkosten der infrage kommenden Angebote für dieselbe Laufzeit verglichen. Im zweiten Schritt wird geprüft, ob die Fondsauswahl, die Flexibilität und mögliche Garantien zu den eigenen Zielen passen. So entsteht ein Gesamtbild aus Kosten und Leistung. Eine unabhängige Beratung hilft, die Angaben aus den Produktinformationsblättern richtig einzuordnen und Fondspolicen und ETF-Policen sachlich zu vergleichen.



Fazit


Die Effektivkosten sind die wichtigste Kennzahl, um die Kosten einer Fondspolice zu beurteilen, weil sie alle laufenden Kosten als jährliche Renditeminderung zusammenfassen. Da Kosten über lange Laufzeiten stark wirken, entscheiden niedrige Effektivkosten maßgeblich darüber, wie viel von der Wertentwicklung am Ende übrig bleibt. Wer die Effektivkosten aus dem Produktinformationsblatt vergleicht und zugleich Fondsauswahl und Flexibilität berücksichtigt, trifft bei einer Fondspolice oder ETF-Police eine fundierte Wahl.

Lassen Sie die Effektivkosten Ihrer Fondspolice professionell vergleichen und vereinbaren Sie ein unverbindliches Erstgespräch.



Autor: Jan P. Pommerening, B.Sc. Wi, § 34d Versicherungsvermittler, Versicherungsberater


Geprüft von: Jörg Pommerening,

§ 34c Immobilienmakler, Darlehensvermittler,

§ 34d Versicherungsvermittler, Versicherungsberater,

§ 34i Immobiliardarlehensvermittler

Vermittler nach § 3 Abs. 2 WpIG der BfV Bank für Vermögen AG



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