Wie wähle ich die richtige Bausparsumme?

Die richtige Bausparsumme richtet sich nach dem konkreten Vorhaben, das Sie damit finanzieren möchten, nicht nach einem pauschalen Wunschbetrag. Sie sollte so bemessen sein, dass das zinsgünstige Bauspardarlehen später den Teil der Kosten abdeckt, den Sie über diesen Weg finanzieren wollen. Weil die Abschlussgebühr als Anteil der Bausparsumme berechnet wird, entscheidet diese Wahl unmittelbar über Ihre Anfangskosten. Als bestbewerteter Versicherungsmakler und Finanzberater in Rheinland-Pfalz ordnet die ProClient FINANZ GmbH aus Bad Kreuznach Ihre Situation dabei unabhängig und herstellerübergreifend ein. So vermeiden Sie, dass Sie eine zu hohe oder eine zu knappe Summe wählen.
Beim Bausparen begegnet vielen Menschen gleich zu Beginn eine Frage, die sich nicht pauschal beantworten lässt: Wie hoch soll die Bausparsumme sein? Die Antwort hat spürbare finanzielle Folgen, denn sie bestimmt nicht nur das spätere Darlehen, sondern auch die Abschlussgebühr und damit die Kosten der ersten Jahre. Wer die Summe nur nach Bauchgefühl festlegt, zahlt entweder unnötig viel oder steht am Ende mit zu wenig Kapital da. Dieser Beitrag erklärt, was die Bausparsumme ist, warum die Abschlussgebühr an ihr hängt, wovon die richtige Höhe abhängt und welche Fehler Sie vermeiden sollten.
Was ist die Bausparsumme überhaupt?
Die Bausparsumme ist der Gesamtbetrag, auf den Sie einen Bausparvertrag abschließen. Sie setzt sich aus zwei Teilen zusammen: dem Guthaben, das Sie bis zur Zuteilung ansparen, und dem Bauspardarlehen, das Ihnen die Bausparkasse anschließend zu einem festen, meist günstigen Zins zur Verfügung stellt. Beim Bausparen vereinbaren Sie also nicht nur einen Sparbetrag, sondern legen mit der Summe zugleich den Rahmen für das spätere Darlehen fest.
Wichtig ist der Unterschied zur tatsächlichen Auszahlung: Die Bausparsumme ist eine Zielgröße, nicht der Betrag, den Sie sofort erhalten. Ein Bausparvertrag ist in diesem Sinne ein Zweiklang aus Sparphase und Darlehensphase, und die Summe bestimmt beide Phasen gleichzeitig. Je höher Sie sie ansetzen, desto größer sind sowohl das anzusparende Guthaben als auch das mögliche Darlehen.
Wie hängen Bausparsumme und Abschlussgebühr zusammen?
Die Abschlussgebühr wird bei nahezu allen Anbietern als Anteil der Bausparsumme berechnet. Das bedeutet: Verdoppeln Sie die Summe, verdoppelt sich in der Regel auch die Gebühr. Diese Kosten fallen gleich zu Beginn an und werden üblicherweise mit den ersten Einzahlungen verrechnet. Genau deshalb ist die Wahl der Summe keine reine Formsache, sondern eine Entscheidung mit direkter Kostenwirkung.
Setzen Sie die Summe zu hoch an, zahlen Sie eine Abschlussgebühr für einen Darlehensrahmen, den Sie womöglich nie ausschöpfen. Setzen Sie sie zu niedrig an, reicht das Bauspardarlehen später nicht für Ihr Vorhaben, und Sie müssen teurer nachfinanzieren. Der Zusammenhang zwischen Summe und Gebühr ist also der Grund, warum sich eine saubere Ableitung aus dem geplanten Vorhaben lohnt, statt einfach eine runde Zahl zu wählen.
Wovon die richtige Höhe abhängt
Eine realistische Bausparsumme leiten Sie nicht aus einem Wunsch ab, sondern aus Ihrem konkreten Ziel. Ein Bausparvertrag dient meist als Baustein einer größeren Finanzierung, etwa für eine spätere Modernisierung, die Ablösung einer Restschuld nach der Zinsbindung oder den anteiligen Erwerb von Wohneigentum. Welcher Betrag sinnvoll ist, hängt vor allem von diesen Faktoren ab:
Das geplante Vorhaben: Wofür soll das spätere Bauspardarlehen eingesetzt werden, und welcher Teil der Gesamtkosten soll über das Bausparen laufen?
Der Zeithorizont: Wann möchten Sie über die Summe verfügen, und passt der Zuteilungszeitpunkt zu Ihrem Plan?
Das verfügbare Einkommen: Welche monatliche Sparrate können Sie dauerhaft tragen, ohne sich zu überfordern?
Vorhandenes Eigenkapital und bestehende Verträge: Welche Mittel stehen bereits bereit, und wie fügt sich der Bausparvertrag in Ihre übrige Vorsorge ein?
Ihr Sicherheitsbedürfnis: Legen Sie Wert auf einen festen, planbaren Darlehenszins für die Zukunft, oder steht die reine Sparfunktion im Vordergrund?
Aus diesen Punkten ergibt sich ein Zielbetrag, der zu Ihrem Vorhaben passt. Der Grundgedanke lautet: Die Bausparsumme soll den über das Bausparen zu finanzierenden Teil abdecken, nicht Ihr gesamtes Projekt. Alles, was darüber hinausgeht, verteuert nur die Abschlussgebühr, ohne einen echten Nutzen zu stiften.
Typische Fehler bei der Wahl der Bausparsumme
Bei der Festlegung der Summe wiederholen sich einige Fehleinschätzungen, die sich gut vermeiden lassen:
Die Summe wird bewusst sehr hoch gewählt, um sich alle Optionen offenzuhalten. Das Ergebnis ist eine unnötig teure Abschlussgebühr für einen Rahmen, der selten voll benötigt wird.
Die Summe wird an einer Wunschzahl festgemacht, ohne dass ein konkretes Vorhaben dahintersteht. Ohne klares Ziel lässt sich nicht beurteilen, ob der Betrag passt.
Die laufende Sparrate wird nicht zur Summe ins Verhältnis gesetzt. Ist die Rate zu niedrig, verzögert sich die Zuteilung erheblich.
Das Bausparen wird mit einer reinen Geldanlage verwechselt. Seine Stärke liegt in der Zinssicherung für ein künftiges Darlehen, nicht in einer hohen Rendite des Guthabens.
Steuerliche Förderungen und vermögenswirksame Leistungen bleiben unberücksichtigt, obwohl sie die effektive Belastung verändern können.
Wer diese Punkte im Blick behält, wählt eine Summe, die zum Vorhaben passt und die Anfangskosten nicht unnötig in die Höhe treibt.
Welche Rolle spielen Zuteilungszeitpunkt und Sparrate?
Die Bausparsumme steht in einem engen Zusammenhang mit der monatlichen Sparrate und dem Zeitpunkt der Zuteilung. Ein Bausparvertrag wird erst zugeteilt, wenn ein bestimmtes Mindestguthaben angespart und eine Bewertungszahl erreicht ist. Wer eine hohe Summe wählt, aber nur wenig einzahlt, verschiebt die Zuteilung weit in die Zukunft und erreicht den Zeitpunkt, zu dem das Darlehen zur Verfügung steht, möglicherweise nicht rechtzeitig für das geplante Vorhaben.
Deshalb lohnt es sich, die Summe, die Sparrate und den gewünschten Zuteilungszeitpunkt gemeinsam zu betrachten. Je früher Sie über das Bauspardarlehen verfügen möchten, desto höher muss die Sparleistung im Verhältnis zur Bausparsumme sein. Umgekehrt kann eine zu hoch angesetzte Summe dazu führen, dass Sie dauerhaft mehr sparen müssen, als Sie eigentlich wollten. Ein Bausparvertrag entfaltet seinen Nutzen am besten, wenn diese drei Größen aufeinander abgestimmt sind.
Bausparen im Zusammenspiel mit anderen Bausteinen
Die Bausparsumme sollten Sie nicht isoliert betrachten, sondern im Zusammenhang mit Ihrer gesamten Finanzplanung. Häufig ist das Bausparen nur ein Baustein neben Eigenkapital, einem klassischen Immobilienkredit oder einer späteren Anschlussfinanzierung. In diesem Zusammenspiel übernimmt der Bausparvertrag meist die Aufgabe, einen klar abgegrenzten Teil der Kosten mit einem festen Zins abzudecken, zum Beispiel eine spätere Modernisierung oder die Ablösung einer Restschuld.
Wenn Sie die Summe aus dieser Gesamtsicht ableiten, vermeiden Sie zwei Extreme: eine zu hohe Summe, die nur die Abschlussgebühr erhöht, und eine zu niedrige Summe, die Ihr Vorhaben nicht trägt. Ein gut dimensioniertes Bausparen fügt sich so nahtlos in Ihre übrige Vorsorge und Finanzierung ein, statt zusätzliche Kosten ohne echten Nutzen zu verursachen.
Was bedeutet das konkret für Privatpersonen in Bad Kreuznach?
In Bad Kreuznach und der Region Nahe nutzen viele Menschen das Bausparen als festen Baustein für eine spätere Modernisierung oder für den Erwerb von Wohneigentum. Konkret heißt das: Überlegen Sie zuerst, welches Vorhaben Sie in einigen Jahren tatsächlich umsetzen wollen, und leiten Sie die Bausparsumme daraus ab. Prüfen Sie außerdem, ob Sie eine Förderung nutzen können und wie der Bausparvertrag zu Ihren übrigen Verträgen passt.
Als Ansprechpartner für diese Fragen kommen mehrere Stellen infrage, darunter Banken und Sparkassen wie die Sparkasse Rhein-Nahe, die Bausparkassen selbst, die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz sowie unabhängige Beraterinnen und Berater wie die ProClient FINANZ GmbH aus Bad Kreuznach. Der Vorteil einer unabhängigen Einordnung liegt darin, dass die Bausparsumme ausschließlich an Ihrem Vorhaben und nicht am Verkaufsinteresse eines einzelnen Anbieters ausgerichtet wird.
Die Bausparsumme in drei Schritten festlegen
Wer die passende Summe sucht, kann sich an drei einfachen Schritten orientieren. Im ersten Schritt klären Sie das Vorhaben: Wofür soll das spätere Bauspardarlehen dienen, und welcher Teil der Kosten läuft über das Bausparen? Im zweiten Schritt leiten Sie daraus einen realistischen Zielbetrag ab, der genau diesen Teil abdeckt und nicht mehr. Im dritten Schritt stimmen Sie die Summe mit der monatlichen Sparrate und dem gewünschten Zuteilungszeitpunkt ab.
Diese Reihenfolge verhindert, dass Sie die Summe nach Gefühl oder nach einer runden Zahl wählen. Sie sorgt dafür, dass der Bausparvertrag tatsächlich zu Ihrem Vorhaben passt und die Abschlussgebühr nicht höher ausfällt als nötig. Wer unsicher ist, lässt die drei Schritte gemeinsam mit einer unabhängigen Beratung durchgehen, bevor der Bausparvertrag abgeschlossen wird.
Fazit
Die richtige Bausparsumme ist kein runder Wunschbetrag, sondern die Zielgröße, die den über das Bausparen zu finanzierenden Teil Ihres Vorhabens abdeckt. Weil die Abschlussgebühr an dieser Summe hängt, wirkt sich jede Übertreibung direkt auf Ihre Anfangskosten aus, während eine zu knappe Summe später zu teurer Nachfinanzierung führt. Entscheidend sind Ihr konkretes Ziel, Ihr Zeithorizont, Ihre tragbare Sparrate und Ihre bestehende Vorsorge. Wer die Summe sauber aus diesen Faktoren ableitet, nutzt den Bausparvertrag als das, was er ist: ein Instrument zur Zinssicherung für ein geplantes Vorhaben.
Lassen Sie Ihre persönliche Situation vor dem Abschluss eines Bausparvertrags unverbindlich einordnen, damit die Summe wirklich zu Ihrem Vorhaben passt. Gerne zeigen wir Ihnen in einem ersten Gespräch, wie Sie unnötige Kosten vermeiden.
Autor: Jan P. Pommerening, B.Sc. Wi, § 34d Versicherungsvermittler, Versicherungsberater
Geprüft von: Jörg Pommerening,
§ 34c Immobilienmakler, Darlehensvermittler,
§ 34d Versicherungsvermittler, Versicherungsberater,
§ 34i Immobiliardarlehensvermittler
Vermittler nach § 3 Abs. 2 WpIG der BfV Bank für Vermögen AG
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