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Checkliste Unfallversicherung: Was sollte ich vor dem Abschluss klären?

Jan P. Pommerening
15. Okt.
5 Min. Lesezeit


Eine Familie mit zwei Kindern unternimmt gemeinsam einen Ausflug im Freien.

Vor dem Abschluss einer privaten Unfallversicherung sollten Sie vor allem die gewünschte Invaliditätssumme, die Gliedertaxe, mögliche Zusatzleistungen und die Abgrenzung zu anderen Absicherungen klären. Wichtig ist außerdem, ob die Unfallversicherung weltweit und rund um die Uhr gilt und wie die Progression gestaltet ist. Diese Checkliste führt Sie durch alle wichtigen Punkte. Als bestbewerteter Versicherungsmakler und Finanzberater in Rheinland-Pfalz unterstützt die ProClient FINANZ GmbH aus Bad Kreuznach dabei unabhängig.



Eine private Unfallversicherung kann sinnvoll sein, wenn nach einem Unfall dauerhafte körperliche Schäden bleiben. Damit der Schutz im Ernstfall wirklich passt, lohnt sich vor dem Abschluss ein strukturierter Blick auf die wichtigsten Punkte. Diese Checkliste richtet sich an Privatpersonen in Bad Kreuznach und der Region Nahe und hilft, die richtigen Fragen zu stellen, bevor ein Vertrag unterschrieben wird.



Die Checkliste auf einen Blick


Die folgenden Punkte sollten Sie vor dem Abschluss einer Unfallversicherung geklärt haben. Die einzelnen Abschnitte erklären sie anschließend genauer.

  • Wie hoch soll die Invaliditätssumme sein?

  • Wie gut ist die Gliedertaxe gestaltet?

  • Ist eine Progression vereinbart und wie hoch?

  • Welche Zusatzleistungen sind sinnvoll?

  • Gilt der Schutz weltweit und rund um die Uhr?

  • Wie grenzt sich die Unfallversicherung von anderer Absicherung ab?



Vorbereitung: die persönliche Situation klären


Bevor Sie einzelne Tarife vergleichen, sollten Sie Ihre eigene Lage einordnen. Die folgenden Punkte helfen dabei.



Wer soll versichert werden?


Klären Sie, ob nur Sie selbst, der Partner oder die ganze Familie abgesichert werden soll. Für Kinder und für Menschen, die keine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen können, hat die Unfallversicherung eine besondere Bedeutung, weil sie zumindest das Unfallrisiko abdeckt.



Welche Risiken bestehen im Alltag?


Überlegen Sie, welche Freizeitaktivitäten, Hobbys und beruflichen Tätigkeiten mit einem erhöhten Unfallrisiko verbunden sind. Das beeinflusst, wie wichtig die private Unfallversicherung für Sie ist und worauf Sie beim Leistungsumfang achten sollten.



Welcher Schutz besteht bereits?


Prüfen Sie, welche Absicherung Sie schon haben. Wer bereits über eine Berufsunfähigkeitsversicherung oder eine Grundfähigkeitsversicherung verfügt, hat einen Teil des Risikos abgedeckt und sollte die Unfallversicherung gezielt als Ergänzung verstehen.



Wichtige Angaben und Unterlagen


Damit ein Vergleich und ein späterer Abschluss reibungslos laufen, sollten Sie einige Angaben bereithalten.

  • Angaben zu Beruf und ausgeübten Tätigkeiten.

  • Informationen zu Hobbys mit erhöhtem Risiko.

  • Bereits bestehende Verträge zur Arbeitskraftabsicherung.

  • Angaben zu Vorerkrankungen, soweit sie erfragt werden.

  • Vorstellungen zur gewünschten Invaliditätssumme.



Inhaltliche Prüfpunkte


Der Kern der Unfallversicherung ist die Leistung bei dauerhafter Invalidität. Deshalb verdienen die folgenden Punkte besondere Aufmerksamkeit. Die Invaliditätssumme sollte hoch genug gewählt werden, damit sie im Ernstfall einen nötigen Umbau der Wohnung, Hilfsmittel oder einen Einkommensausfall auffangen kann. Die Gliedertaxe legt fest, welcher Prozentsatz der Summe beim Verlust oder bei der Funktionsunfähigkeit einzelner Körperteile gezahlt wird, und unterscheidet sich zwischen den Anbietern deutlich. Eine Progression sorgt dafür, dass bei schweren Fällen überproportional viel gezahlt wird.

Ebenso wichtig ist die Frage, ob der Schutz weltweit und rund um die Uhr gilt. Eine gute Unfallversicherung leistet unabhängig davon, ob sich der Unfall im Beruf, in der Freizeit, zu Hause oder im Urlaub ereignet. Achten sollten Sie außerdem auf die Frist, innerhalb der eine Invalidität eintreten und festgestellt werden muss, denn hier gibt es zwischen den Tarifen Unterschiede, die im Ernstfall über die Leistung entscheiden.

Ein zentraler Prüfpunkt ist die Abgrenzung zu anderen Absicherungen. Die Unfallversicherung leistet nur bei Unfällen, nicht bei Krankheit. Da die meisten Fälle dauerhafter Einschränkung durch Krankheit und nicht durch Unfall entstehen, ersetzt die Unfallversicherung keine Berufsunfähigkeitsversicherung und keine Grundfähigkeitsversicherung. Sie ist eine sinnvolle Ergänzung, aber kein vollwertiger Ersatz. Wer das versteht, wählt den Schutz bewusster und erwartet im Leistungsfall nicht mehr, als die Unfallversicherung leisten kann.



Welche Zusatzleistungen sinnvoll sein können


Neben der Invaliditätsleistung bieten viele Tarife der Unfallversicherung weitere Bausteine an. Nicht jeder davon ist für jede Person sinnvoll, deshalb lohnt sich ein kritischer Blick. Eine Krankenhaustagegeld- oder Genesungsgeldleistung kann helfen, wenn nach einem Unfall zusätzliche Kosten entstehen oder Einkommen wegfällt. Leistungen für kosmetische Operationen nach einem Unfall oder für Bergungskosten können je nach Lebenssituation wertvoll sein. Reine Todesfallleistungen hingegen sind über eine Unfallversicherung oft teuer abgebildet und lassen sich bei Bedarf gezielter über eine Risikolebensversicherung lösen.

Grundsätzlich gilt: Jeder Zusatzbaustein erhöht den Beitrag. Sinnvoll ist, nur die Leistungen zu wählen, die zur eigenen Situation passen, statt ein möglichst umfangreiches Paket abzuschließen. Eine klare Vorstellung vom eigentlichen Zweck der Unfallversicherung hilft, hier nicht den Überblick zu verlieren.




Typische Warnsignale und Fehlerquellen


Bei der Nutzung dieser Checkliste sollten Sie auf einige häufige Fehler achten. Sie mindern den Wert der Unfallversicherung oder führen zu falschen Erwartungen.

  • Eine zu niedrige Invaliditätssumme wählen, die im Ernstfall nicht reicht.

  • Nur auf den Beitrag achten und die Gliedertaxe übersehen.

  • Die Unfallversicherung mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung verwechseln.

  • Gefährliche Hobbys oder berufliche Tätigkeiten nicht angeben.

  • Unnötige Zusatzbausteine mitversichern, die den Beitrag erhöhen.



Wie hoch sollte die Invaliditätssumme sein?


Die Invaliditätssumme ist die wichtigste Stellschraube der Unfallversicherung, und ihre Wahl fällt vielen schwer. Als Orientierung hilft die Frage, welche Folgekosten eine schwere, dauerhafte Einschränkung tatsächlich auslösen würde. Dazu zählen der barrierefreie Umbau der Wohnung, der behindertengerechte Umbau eines Fahrzeugs, Hilfsmittel und möglicherweise ein langfristiger Einkommensausfall. Diese Beträge summieren sich schnell, weshalb eine zu niedrig angesetzte Summe im Ernstfall wenig hilft.

Statt sich an einer pauschalen Zahl zu orientieren, sollte die Summe deshalb am realistischen Bedarf ausgerichtet werden. In Kombination mit einer Progression lässt sich erreichen, dass gerade die schwersten Fälle besonders gut abgesichert sind. Wer unsicher ist, kann die passende Höhe im Rahmen einer Bedarfsanalyse ermitteln, die auch die übrige Absicherung berücksichtigt.



Nächste Schritte nach der Checkliste


Wenn Sie die Punkte dieser Checkliste durchgegangen sind, haben Sie eine gute Grundlage für die Auswahl. Im nächsten Schritt sollten Sie mehrere Tarife anhand von Invaliditätssumme, Gliedertaxe und Progression vergleichen, statt nur auf den Beitrag zu schauen. Danach lohnt sich eine unabhängige Einordnung, die die Angebote gegenüberstellt und zur eigenen Situation in Beziehung setzt. Erst dann folgt der Abschluss. Wichtig ist, keine Entscheidung unter Zeitdruck zu treffen und offene Fragen vorher zu klären.



Was bedeutet das konkret für Privatpersonen in Bad Kreuznach?


Für Privatpersonen in Bad Kreuznach und der Region Nahe ist die private Unfallversicherung vor allem dann interessant, wenn keine ausreichende Absicherung der Arbeitskraft besteht oder wenn Kinder und ältere Angehörige abgesichert werden sollen. Als unabhängiger Ansprechpartner hilft die ProClient FINANZ GmbH aus Bad Kreuznach, die Tarife herstellerübergreifend zu vergleichen, ebenso stehen die Verbraucherzentrale und unabhängige Testberichte als Informationsquellen zur Verfügung. So entsteht eine Unfallversicherung, die zum tatsächlichen Bedarf passt und sich sinnvoll in die übrige Absicherung einfügt.



Fazit


Vor dem Abschluss einer Unfallversicherung lohnt sich ein strukturierter Blick auf Invaliditätssumme, Gliedertaxe, Progression und Zusatzleistungen sowie auf die Abgrenzung zu anderer Absicherung. Die Unfallversicherung deckt nur Unfälle ab und ersetzt deshalb keine Berufsunfähigkeitsversicherung, kann aber eine wertvolle Ergänzung sein, besonders für Kinder und für Menschen ohne andere Arbeitskraftabsicherung. Wer die Punkte dieser Checkliste klärt und mehrere Tarife vergleicht, trifft eine fundierte Entscheidung.

Gehen Sie die Checkliste gemeinsam mit der ProClient FINANZ GmbH aus Bad Kreuznach durch und finden Sie die Unfallversicherung, die wirklich zu Ihnen passt.



Autor: Jan P. Pommerening, B.Sc. Wi, § 34d Versicherungsvermittler, Versicherungsberater


Geprüft von: Jörg Pommerening,

§ 34c Immobilienmakler, Darlehensvermittler,

§ 34d Versicherungsvermittler, Versicherungsberater,

§ 34i Immobiliardarlehensvermittler

Vermittler nach § 3 Abs. 2 WpIG der BfV Bank für Vermögen AG



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