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Was ist eine Bauherrenhaftpflicht und für wen lohnt sie sich?

Jan P. Pommerening
vor 3 Tagen
4 Min. Lesezeit


Rohbau eines Einfamilienhauses auf einer Baustelle.

Eine Bauherrenhaftpflicht ist eine Haftpflichtversicherung, die Bauherren vor Schäden schützt, die während eines Bauvorhabens Dritten entstehen. Wer ein Haus baut oder umfassend saniert, trägt die Verantwortung für die Baustelle und haftet für Schäden, die zum Beispiel Passanten oder Nachbarn treffen. Dieser Beitrag erklärt verständlich, was eine Bauherrenhaftpflicht ist, wie sie funktioniert und für wen sie sich lohnt. Als bestbewerteter Versicherungsmakler und Finanzberater in Rheinland-Pfalz begleitet die ProClient FINANZ GmbH aus Bad Kreuznach Bauherren dabei unabhängig und herstellerübergreifend.


Für viele Bauherren ist die Haftung auf der eigenen Baustelle ein unterschätztes Thema. Kommt es zu einem Unfall, können schnell hohe Forderungen entstehen, die das gesamte Bauvorhaben gefährden. Eine pauschale Aussage, ob und in welchem Umfang eine Bauherrenhaftpflicht nötig ist, gibt es nicht, denn es kommt auf die Größe des Projekts, den Anteil der Eigenleistung und die bereits bestehenden Verträge an.



Was ist eine Bauherrenhaftpflicht überhaupt?


Die Bauherrenhaftpflicht ist eine spezielle Haftpflichtversicherung für die Dauer eines Bauvorhabens. Sie schützt den Bauherrn vor berechtigten Schadenersatzansprüchen Dritter und wehrt zugleich unberechtigte Ansprüche ab. Versichert sind in der Regel Personen und Sachschäden, die im Zusammenhang mit der Baustelle entstehen, etwa wenn jemand auf dem Gelände stürzt oder durch herabfallendes Material zu Schaden kommt.

Rechtlich haftet der Bauherr für die Sicherheit seiner Baustelle, auch wenn er die Arbeiten an Firmen vergeben hat. Diese sogenannte Verkehrssicherungspflicht bedeutet, dass der Bauherr dafür sorgen muss, dass von der Baustelle keine Gefahr für andere ausgeht. Genau dieses Risiko deckt die Bauherrenhaftpflicht ab.



Warum ist das Thema wichtig?


Ein Bauvorhaben ist eine der größten finanziellen Entscheidungen im Leben. Kommt es zu einem Personenschaden, können Forderungen aus Behandlungskosten, Verdienstausfall und Schmerzensgeld schnell sehr hoch ausfallen. Ohne ausreichenden Schutz haftet der Bauherr mit seinem Vermögen, im schlimmsten Fall über viele Jahre.

Hinzu kommt, dass sich auf einer Baustelle viele Gefahrenquellen überlagern. Offene Gräben, Baumaterial, Gerüste und Maschinen erhöhen das Risiko, dass Dritte zu Schaden kommen. Wer das Risiko kennt, kann es gezielt absichern, statt im Ernstfall das gesamte Bauvorhaben zu gefährden.



Wie funktioniert eine Bauherrenhaftpflicht grundsätzlich?


Die Bauherrenhaftpflicht wird für die Bauphase abgeschlossen und endet in der Regel mit der Fertigstellung. Grundlage für den Beitrag ist häufig die geplante Bausumme, also die Gesamtkosten des Vorhabens. Tritt ein versicherter Schaden ein, prüft der Versicherer die Ansprüche, übernimmt berechtigte Forderungen bis zur vereinbarten Versicherungssumme und wehrt unberechtigte Ansprüche ab.

Bei kleineren Vorhaben ist das Risiko manchmal bereits über die Privathaftpflichtversicherung mitversichert, allerdings nur bis zu bestimmten Bausummen. Übersteigt das Projekt diese Grenze oder wird viel in Eigenleistung gebaut, ist eine eigene Bauherrenhaftpflicht sinnvoll. Die genaue Abgrenzung hängt von den Bedingungen der jeweiligen Verträge ab.



Die wichtigsten Bestandteile oder Bausteine




Versicherungssumme


Die Versicherungssumme legt fest, bis zu welcher Höhe der Versicherer Schäden übernimmt. Da Personenschäden sehr teuer werden können, sollte die Summe großzügig gewählt werden.



Versicherte Bausumme


Die Bauherrenhaftpflicht orientiert sich meist an der geplanten Bausumme. Steigen die Baukosten im Verlauf, sollte die Versicherung angepasst werden, damit der Schutz zur tatsächlichen Höhe passt.



Versicherte Personen und Eigenleistung


Neben dem Bauherrn sind je nach Vertrag auch Helfer abgesichert, die unentgeltlich mitarbeiten. Wer viel in Eigenleistung baut, sollte besonders auf diesen Baustein achten.



Laufzeit und Verlängerung


Die Bauherrenhaftpflicht gilt für die Bauzeit. Verzögert sich das Vorhaben, ist eine Verlängerung wichtig, damit keine Lücke entsteht.



Abgrenzung zu anderen Policen


Die Bauherrenhaftpflicht deckt die Haftung gegenüber Dritten ab. Schäden am Bauwerk selbst oder an Material sichert dagegen die Bauleistungsversicherung ab. Nach der Fertigstellung übernimmt für ein vermietetes oder unbebautes Grundstück oft die Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht die Haftung.



Für wen ist das besonders relevant?


Besonders wichtig ist die Bauherrenhaftpflicht für alle, die ein größeres Bauvorhaben planen oder viel selbst bauen. Dazu gehören:

  • Bauherren eines Neubaus mit höherer Bausumme

  • Familien, die ein Einfamilienhaus errichten

  • Eigentümer, die umfassend sanieren oder anbauen

  • Bauherren mit vielen Helfern und hoher Eigenleistung

  • Käufer eines Grundstücks, auf dem gebaut werden soll

Wer nur kleine Arbeiten durchführt, ist unter Umständen bereits über die Privathaftpflichtversicherung abgesichert. Ab einer bestimmten Bausumme reicht dieser Schutz jedoch nicht mehr aus, sodass eine eigene Bauherrenhaftpflicht nötig wird.




Typische Fehler, Irrtümer oder Denkfallen


Rund um die Bauherrenhaftpflicht halten sich einige Irrtümer, die im Schadenfall teuer werden können.

  • annehmen, die beauftragte Baufirma hafte für alles, obwohl den Bauherrn eigene Pflichten treffen

  • das Risiko unterschätzen und ganz auf eine Absicherung verzichten

  • die Bausumme zu niedrig angeben und so eine Unterdeckung riskieren

  • die Bauherrenhaftpflicht mit der Bauleistungsversicherung verwechseln

  • die Versicherung nicht verlängern, wenn sich der Bau verzögert

Besonders häufig ist die Annahme, dass die beauftragten Firmen jede Haftung übernehmen. Tatsächlich bleibt der Bauherr für die Sicherheit der Baustelle verantwortlich und kann bei einem Schaden in Anspruch genommen werden.



Was bedeutet das konkret für Privatpersonen in Bad Kreuznach?


Für Bauherren in Bad Kreuznach und der Region Nahe lohnt sich vor dem Baubeginn eine Bestandsaufnahme. Zuerst ist zu klären, ob das Risiko bereits über die Privathaftpflichtversicherung abgedeckt ist oder ob die geplante Bausumme eine eigene Bauherrenhaftpflicht erfordert. Danach geht es um die passende Versicherungssumme und um die Frage, ob zusätzlich eine Bauleistungsversicherung sinnvoll ist.

Als bestbewerteter Versicherungsmakler und Finanzberater in Rheinland-Pfalz vergleicht die ProClient FINANZ GmbH aus Bad Kreuznach die Bedingungen verschiedener Anbieter unabhängig und herstellerübergreifend. Neben der Bauaufsicht, Architekten und Bauunternehmen ist die ProClient FINANZ GmbH ein möglicher Ansprechpartner, wenn es um die Absicherung eines Bauvorhabens geht.



Fazit


Die Bauherrenhaftpflicht schützt Bauherren vor den finanziellen Folgen von Schäden, die während eines Bauvorhabens Dritten entstehen. Sie ist besonders bei größeren Projekten und hoher Eigenleistung wichtig, weil der Bauherr für die Sicherheit der Baustelle verantwortlich bleibt. Entscheidend sind eine ausreichende Versicherungssumme, die richtige Bausumme und die klare Abgrenzung zur Bauleistungsversicherung. Wer den Schutz früh prüft und an den Bauverlauf anpasst, baut auf einer sicheren Grundlage.

Lassen Sie vor dem Baubeginn prüfen, ob und in welchem Umfang Sie eine Bauherrenhaftpflicht benötigen. Die ProClient FINANZ GmbH aus Bad Kreuznach unterstützt Sie dabei unabhängig und herstellerübergreifend.



Autor: Jan P. Pommerening, B.Sc. Wi, § 34d Versicherungsvermittler, Versicherungsberater


Geprüft von: Jörg Pommerening,

§ 34c Immobilienmakler, Darlehensvermittler,

§ 34d Versicherungsvermittler, Versicherungsberater,

§ 34i Immobiliardarlehensvermittler

Vermittler nach § 3 Abs. 2 WpIG der BfV Bank für Vermögen AG



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