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Wie groß ist meine Rentenlücke wirklich?

Jan P. Pommerening
12. Okt.
5 Min. Lesezeit


Ein älteres Paar sitzt mit Unterlagen am Tisch und plant gemeinsam die Finanzen für den Ruhestand

Die Rentenlücke ist die Differenz zwischen dem letzten Nettoeinkommen und den voraussichtlichen Alterseinkünften, und sie fällt in der Praxis fast immer größer aus als vermutet. Wie groß sie wirklich ist, hängt vom gesetzlichen Rentenanspruch, von privaten und betrieblichen Ansprüchen sowie von den künftigen Fixkosten im Ruhestand ab. Eine seriöse Einschätzung gelingt nur mit einer strukturierten Rechnung, die alle Bausteine gegenüberstellt, statt mit einer groben Faustformel. Als unabhängiger und bewährter Ansprechpartner in Bad Kreuznach ermittelt die ProClient FINANZ GmbH die persönliche Lücke in einer neutralen Versorgungslücken-Analyse.



Viele Menschen ahnen, dass die gesetzliche Rente allein nicht reichen wird, kennen aber die genaue Größenordnung nicht. Genau hier liegt das Problem, denn ohne eine konkrete Zahl lässt sich weder beurteilen, wie dringend das Thema ist, noch wie viel Vorsorge sinnvoll wäre. Eine pauschale Prozentangabe hilft wenig, weil die Lücke von Einkommen, Lebensstil und bestehenden Ansprüchen abhängt. Dieser Beitrag erklärt, was die Rentenlücke genau ist, wie sie sich berechnen lässt, warum die Fixkosten der bessere Maßstab sind und worauf Privatpersonen in Bad Kreuznach und der Region Nahe achten sollten.



Was ist die Rentenlücke genau?


Die Rentenlücke beschreibt den Betrag, der im Ruhestand jeden Monat fehlt, wenn die Alterseinkünfte geringer ausfallen als das zuletzt verfügbare Einkommen. Sie entsteht, weil die gesetzliche Rente nur einen Teil des früheren Nettoeinkommens ersetzt. Je höher das Einkommen während des Berufslebens war, desto größer ist in der Regel der prozentuale Abstand, denn die gesetzliche Rente ist nach oben gedeckelt. Hinzu kommt, dass Renten der Besteuerung unterliegen und von der Rente noch Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung abgehen.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen dem Bruttobetrag der Rente und dem, was am Ende tatsächlich zur Verfügung steht. Wer die Lücke realistisch einschätzen will, rechnet mit Nettowerten und berücksichtigt, dass bestimmte Ausgaben im Alter wegfallen, andere dagegen steigen. Die Rentenlücke ist deshalb keine feste Zahl, sondern das Ergebnis einer persönlichen Rechnung.



Wie lässt sich die Rentenlücke berechnen?


Die Berechnung folgt einem einfachen Grundgedanken: Auf der einen Seite stehen die voraussichtlichen Alterseinkünfte, auf der anderen Seite der Bedarf im Ruhestand. Die Differenz ist die Lücke. Für die Einkünfte werden alle Quellen zusammengetragen, also die gesetzliche Rente laut Renteninformation, Ansprüche aus einer betrieblichen Altersvorsorge und Leistungen aus privaten Verträgen. Auf der Bedarfsseite wird nicht das frühere Einkommen eins zu eins fortgeschrieben, sondern der tatsächlich benötigte Betrag im Alter geschätzt.

Eine strukturierte Versorgungslücken-Analyse verbindet beide Seiten und macht die Annahmen transparent. Statt mit einer pauschalen Quote zu arbeiten, werden die einzelnen Bausteine einzeln angesetzt und mit der erwarteten Inflation sowie dem Zeithorizont bis zum Ruhestand verknüpft. So entsteht eine Zahl, die nachvollziehbar ist und sich bei Bedarf anpassen lässt.



Fixkosten als realistischer Maßstab


Ein häufiger Fehler besteht darin, den Bedarf im Alter an einem festen Prozentsatz des letzten Einkommens festzumachen. Verlässlicher ist der Blick auf die Fixkosten, also die Ausgaben, die unabhängig vom Lebensstil jeden Monat anfallen. Dazu gehören Wohnen, Energie, Versicherungen, Mobilität, Gesundheit und Lebensmittel. Diese Kosten bestehen auch im Ruhestand weiter und bilden die Untergrenze dessen, was gedeckt sein muss.

Wer seine Fixkosten kennt, erkennt sofort, ob die zu erwartenden Alterseinkünfte überhaupt ausreichen, um die laufenden Verpflichtungen zu tragen. Alles, was darüber hinausgeht, betrifft den Lebensstandard und die Wünsche im Alter. Dieser Maßstab ist ehrlicher als eine abstrakte Faustformel, weil er sich an der tatsächlichen Lebenssituation orientiert.



Welche Einkommensbausteine und Szenarien zählen mit?


Zu den Alterseinkünften zählen die gesetzliche Rente, eine private Rentenversicherung und die betriebliche Altersvorsorge, dazu mögliche Miet- oder Kapitaleinkünfte. Eine gründliche Analyse betrachtet jedoch nicht nur den Ruhestand, sondern vier Szenarien, die jeweils eine eigene Lücke erzeugen können: das lange Leben im Alter, die Berufsunfähigkeit vor dem Ruhestand, den Pflegefall und den Todesfall mit Blick auf die Hinterbliebenen. Erst die Zusammenschau dieser Szenarien zeigt, wo der Schutz wirklich steht.



Welche Faktoren beeinflussen die Höhe der Lücke?


Die Höhe der Rentenlücke fällt im Einzelfall sehr unterschiedlich aus. Entscheidend sind unter anderem:

  • Die Höhe des bisherigen Einkommens und das daraus abgeleitete Rentenniveau.

  • Die Anzahl der Beitragsjahre in der gesetzlichen Rentenversicherung.

  • Vorhandene betriebliche und private Ansprüche sowie deren Art der Auszahlung.

  • Die künftigen Fixkosten, insbesondere ob die Immobilie abbezahlt ist oder Miete anfällt.

  • Der Zeithorizont bis zum Ruhestand und die angenommene Inflation.

  • Steuern und die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung, die von der Rente abgehen.




Typische Fehler bei der Einschätzung der Rentenlücke


Rund um die Rentenlücke halten sich hartnäckige Denkfehler, die zu einer falschen Sicherheit führen:

  • Den Bruttobetrag der Renteninformation mit dem verwechseln, was am Ende netto bleibt.

  • Die Wirkung der Inflation über zwanzig oder dreißig Jahre unterschätzen.

  • Davon ausgehen, dass die Ausgaben im Alter automatisch stark sinken.

  • Steuern und Sozialabgaben auf die Rente ganz ausblenden.

  • Das Thema immer wieder verschieben, obwohl der frühe Start den größten Hebel hat.



Was bedeutet das konkret für Privatpersonen in Bad Kreuznach?


Für Privatpersonen in Bad Kreuznach und der Region Nahe heißt das zunächst, sich eine konkrete Zahl zu verschaffen, statt mit einem vagen Gefühl zu planen. Der erste Schritt ist die Renteninformation, der zweite eine ehrliche Aufstellung der künftigen Fixkosten, der dritte die Gegenüberstellung aller Einkommensquellen. Daraus ergibt sich, wie groß die Lücke ist und wie viel Zeit bis zum Ruhestand bleibt, um sie zu schließen.

Orientierung bieten unter anderem die Deutsche Rentenversicherung mit ihren Beratungsstellen, die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz sowie die ProClient FINANZ GmbH aus Bad Kreuznach. Als unabhängiger Ansprechpartner stellt sie in einer Versorgungslücken-Analyse alle Bausteine neutral gegenüber und zeigt auf, welche Lücke im jeweiligen Szenario besteht, ohne ein bestimmtes Produkt vorauszusetzen.



Fazit


Wie groß die Rentenlücke wirklich ist, lässt sich nur mit einer persönlichen Rechnung beantworten, die alle Einkommensquellen den künftigen Fixkosten gegenüberstellt. Entscheidend sind Nettowerte, die Wirkung der Inflation und die Frage, ob im Alter Miete anfällt oder die Immobilie abbezahlt ist. Wer zusätzlich die Szenarien Berufsunfähigkeit, Pflege und Todesfall einbezieht, erkennt die Lücke vollständig und nicht nur zur Hälfte. Je früher die Zahl auf dem Tisch liegt, desto mehr Zeit bleibt, sie mit überschaubarem Aufwand zu schließen.

Sie möchten Ihre persönliche Rentenlücke in konkreten Zahlen sehen? Lassen Sie Ihre Situation von der ProClient FINANZ GmbH in Bad Kreuznach in einer unverbindlichen Versorgungslücken-Analyse einordnen.



Autor: Jan P. Pommerening, B.Sc. Wi, § 34d Versicherungsvermittler, Versicherungsberater


Geprüft von: Jörg Pommerening,

§ 34c Immobilienmakler, Darlehensvermittler,

§ 34d Versicherungsvermittler, Versicherungsberater,

§ 34i Immobiliardarlehensvermittler

Vermittler nach § 3 Abs. 2 WpIG der BfV Bank für Vermögen AG



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